Teams stärken, Kultur entwickeln?

Praxisbeispiele zur Wirkung der Upskilled-Methodologie in Unternehmen

Kollektives «Upskilling»: Trainings & Gruppencoaching für Firmen

Wir bieten Trainings für Teams, Abteilungen und gesamte Organisationen an. Diese fundieren inhaltlich auf unserem Grundmodell der mentalen Stärke und können nach unternehmensspezifischen Wünschen angepasst werden. Nachfolgend sind Referenzen beschrieben, wie Upskilled Fähigkeiten erweitert und Unternehmenskulturen stärkt.

Referenz 1: Training Mentale Stärke im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei den Wasserwerken Zug

Im Jahr 2024 traten die Wasserwerke Zug (WWZ) mit dem Wunsch an uns heran, ein Training zur mentalen Stärke als Teil ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements anzubieten. Zu Beginn war offen, wie gross das Interesse unter den Mitarbeitenden tatsächlich sein würde.

Kick-off: Ein Funke, der zündet

Um Aufmerksamkeit zu schaffen und einen gemeinsamen Einstieg zu ermöglichen, fand im November 2024 ein Kick-off-Event statt. Als Keynote-Speaker sprach Reto Suri, ehemaliger Eishockeyprofi des EVZ, über mentale Stärke aus der Perspektive des Spitzensports. Im Anschluss stellte Crista Henggeler das Training Mentale Stärke vor und zeigte auf, wie mentale Kompetenzen im Arbeitsalltag wirksam werden können. Das Resultat übertraf alle Erwartungen: Der Saal war mit über 100 Mitarbeitenden bis auf den letzten Platz gefüllt.

Umsetzung: Lernen in parallelen Räumen

Im Januar 2025 starteten vier parallele Kurse mit jeweils rund 15 Teilnehmenden. Die Gruppen waren bewusst bereichsübergreifend zusammengesetzt (allerdings in Personen mit und ohne Führungsverantwortung unterteilt). Insgesamt umfasste das Training acht Module, geprägt von hoher Partizipation, intensivem Austausch und spürbarer Motivation. Bereits nach Modul 2 erreichte uns diese Rückmeldung einer Führungsperson: «Ein Feedback meinerseits, das unbedingt raus muss: Ich finde den Workshop genial… vor allem deine Art und die Wortwahl sind effektiv und gezielt. Für mich ein absoluter Mehrwert!» Auch aus dem HR kam die Rückmeldung: Das Training wirke kulturbildend. Neue Beziehungen entstünden, bereichsübergreifende Arbeitsgruppen formierten sich, und Mitarbeitende übernähmen spürbar mehr Eigeninitiative.

Abschluss, Verankerung und der nächste Schritt

Im Mai 2025 wurden die acht Module abgeschlossen. Im Juni folgte ein gemeinsames Abschlussevent, bei dem die Teilnehmenden ihre Erkenntnisse teilten, reflektierten und diskutierten, wie das Gelernte nachhaltig im Unternehmen weitergetragen werden kann. Mentale Stärke wurde damit vom individuellen Skill zum kollektiven Thema. Der Erfolg blieb nicht folgenlos. Bereits im September 2025 starteten mehrere weitere parallele Kurse, die bis Dezember abgeschlossen wurden. Mentale Stärke war damit fest im Weiterbildungsangebot der WWZ verankert.

Wirkung und Erkenntnisse

Diese Fallstudie zeigt eindrücklich: Kollektives Lernen funktioniert auch im Unternehmenskontext – und entfaltet Wirkung weit über das ursprüngliche Thema hinaus. Durch bereichsübergreifende Gruppen entstanden neue Verbindungen, ein stärkeres Wir-Gefühl und ein kollektives Upskilling, das sich nicht nur auf mentale Stärke beschränkt, sondern die Zusammenarbeit insgesamt stärkt.

Mentale Stärke wurde zum gemeinsamen Nenner – und zum Motor für kulturelle Entwicklung.

Verortung in der Upskilled-Methodologie

Dieses Training der WWZ gehört inhaltlich zur Phase 1, also dem fundamentalen Training von Upskilled, indem die vier Grundelemente mentaler Stärke er- und bearbeitet wurden:

  1. Aufmerksamkeit

  2. Selbstbewusstsein

  3. Selbst-Management

  4. Selbstvertrauen

Die trainierten Inhalte führen nicht nur zu stärkerer individueller Selbstwirksamkeit, sondern auch zu kollektivem Wachstum. Die Hürden werden gesenkt, um über psychische Themen in einer vorwärtsgerichteten, wachstumsfokussierten Haltung zu sprechen. Durch die gemeinsam etablierte Terminologie fällt es einfacher, mit verschiedensten Kolleg:innen über lösungsorientierte Gespräche zu Beanspruchung, Druck oder sonstigen Herausforderungen zu führen. Die psychologische Sicherheit steigt gesamthaft an.

2026 stand ein grosser Schweizer Retailer stand vor der Herausforderung, neue Führungsleitsätze nicht nur zu definieren, sondern im Führungsalltag erlebbar zu machen. Im Zentrum stand die Frage, wie Führungskräfte klarer, verbindlicher und wirkungsvoller kommunizieren können, um Orientierung zu schaffen und Zusammenarbeit zu stärken.

Gemeinsam mit dem Unternehmen entwickelte upskilled zwei Kompetenztrainings, die auf die neuen Führungsleitsätze abgestimmt wurden. Eines davon fokussierte auf das Thema «Wirksame Kommunikation». Grundlage bildete die Phase 3 der Upskilled-Methodologie «Expansion», die davon ausgeht, dass nachhaltige Wirkung im Aussen auf innerer Klarhei basiert.

Einheitliches Training für Führungskräfte

Um eine möglichst breite Wirkung zu erzielen, wurde und wird das Training über einen längeren Zeitraum hinweg rund 15-mal durchgeführt. Pro Durchführung nahmen jeweils etwa 20 Führungskräfte teil. Sämtliche Trainings waren inhaltlich identisch aufgebaut und fanden vor Ort statt.

Das Ziel war klar: Führungskräfte sollten ihre Kommunikation bewusster gestalten, Inhalte verständlich strukturieren und ihre Wirkung auf andere gezielt reflektieren können. Dabei stand weniger die Vermittlung von Theorie im Vordergrund als vielmehr die unmittelbare Anwendung auf konkrete Führungssituationen. Die Teilnehmenden arbeiteten während des gesamten Trainings an eigenen Praxisfällen und übertrugen die Inhalte direkt auf ihren Führungsalltag.

Neuer Ansatz in «altem» Thema: Auch die eigenen Kommunikationsmuster reflektieren

Das Training gliederte sich in drei aufeinander aufbauende Ebenen. Im ersten Teil beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie Inhalte wirkungsvoll strukturiert werden können. Anhand verschiedener Werkzeuge lernten sie, Botschaften klarer aufzubauen und komplexe Informationen verständlich zu vermitteln.

Im zweiten Teil rückte die eigene Person in den Fokus. Mithilfe eines Persönlichkeitstests sowie einer vorbereitenden KI-gestützten Reflexionsaufgabe analysierten die Führungskräfte ihre individuellen Kommunikationsmuster. Ziel war es, eigene Automatismen sichtbar zu machen und bewusster zu entscheiden, wie man in unterschiedlichen Situationen kommunizieren möchte. Hier zeigte sich die Verbindung zur mentalen Stärke besonders deutlich: Wer die eigenen Muster kennt, kann Kommunikation gezielter steuern und aus innerer Klarheit heraus handeln, statt sich von Gewohnheiten oder situativen Reaktionen leiten zu lassen.

Im dritten Teil wurde die tatsächliche Wirkung der Kommunikation analysiert. Neben dem Inhalt standen Körpersprache und Stimme im Fokus. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, ihre vorbereiteten Kommunikationsfälle vorzustellen, Feedback aus der Gruppe zu erhalten und unterschiedliche Ansätze direkt auszuprobieren.

Ein experimentell-interaktives Lernfeld und ein Buffet an Werkzeugen

Ein zentrales Merkmal des Trainings war und ist der Praxisbezug. Unterstützt durch ein Arbeitsbuch arbeiteten Teilnehmende kontinuierlich an eigenen Fragestellungen aus ihrem Führungsalltag.

Die verschiedenen Kommunikationswerkzeuge wurden dabei bewusst nicht als starres Modell vermittelt, sondern als eine Art Werkzeugbuffet verstanden: Führungskräfte konnten diejenigen Ansätze auswählen, die für ihre Persönlichkeit, ihren Kontext und ihre jeweilige Situation am besten geeignet waren. Gleichzeitig wurden die Werkzeuge sowohl für persönliche Gespräche als auch für virtuelle Kommunikationssituationen nutzbar gemacht.

So wurde Kommunikation nicht nur zu einer Führungsfähigkeit, sondern zu einem zentralen Hebel für die Umsetzung der neuen Führungsleitsätze im Alltag.

Referenz 2: Kommunikationstraining im Rahmen eines Leitsatzes der Führungskultur eines Schweizerischen Retailers

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